| Highlights 2009 |
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| Written by Paul | |
| Thursday, 24 December 2009 11:37 | |
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Hi, das Jahr 2009 ist nahezu vorbei. Es war aus Sicht der Stabdrachenfliegerei ein ruhiges Jahr, ein Jahr, in dem das große Geschäft der 90er-Jahre nicht zu Bruchteilen erreicht wurde. ABER: Es war dennoch aus meiner ganz subjektiven Sicht ein tolles Jahr, in dem ich fantastische Drachen an den Leinen hatte. Ich möchte hier auf snapstall.de noch einmal ein paar besonders tolle Kites herausheben.
Level One hat in diesem Jahr wieder angegrriffen, was mich ganz persönlich freut. Durch den Jumping Jack Flash Excalibur, den ich für die Ausgabe 2/2009 der KITE & friends testen durfte, begann 2009 mit einem Kracher. Der JJF Excalibur ist ungemein tricky, löst schnell und direkt aus und bleibt dabei herrlich kontrollierbar und präzise. Und dass Jens Frank Drachen bauen kann, ist ja hinlänglich bekannt, sodass es nicht verwundert, dass der JJF in dieser Matzel-Mehler-Pimp-Version nicht nur großartig fliegt, sondern auch lecker aussieht. Eine echte Waffe! übrigens: Auch der Easy2 und der Eternity sind großartige Drachen, doch der JJF Excalibur ist mein Level-One-Favorit.
Ein ganz toller Freestyler kam aus dem benachbarten Thüringen für die Ausgabe 3/2009 nach Franken: Der Ophidion von AH-Technology/Custom Made Kites. Vor allem Yo-Yos, Taz-Machines und Backspinkaskaden werden durch diesen großen, präsenten, stark gestreckten und ungemein eleganten Drachen sehr, sehr einfach. Es ist mir ein Rätsel, warum man von diesem Drachen nicht mehr Bally Hoo hört. Ein geiles Teil, das ich nicht in meiner Tasche missen möchte. Und am Himmel eine Augenweide, mit der auch radikaler Trickflug ungemein ästhetisch wirkt.
Eine Firma, die stark unterschätzt wird, und ein Drachen, den viele Piloten nicht wahrnehmen: Der Belusa von Wolkenstürmer. Dieser Drachen ist günstig und dennoch ungemein leistungsstark. Das liegt nicht zuletzt daran, dass er von meinen alten Weggefährten Michl Beyer und Robert "Sledge" Hammer entwickelt wurde. Wenn diese beiden Cracks etwas anpacken, dann wird das auch gut. Wer einen radikalenen Drachen sucht, den man prügeln und kontrollieren, den man hart anfassen und mit dem man schmusen kann, der ist mit dem Belusa bestens bedient. Und ganz nebenbei ist der Belusa für seine Größe verdammt präzise. So mag ich das. Viel Drachen für wenig Geld!
Mein persönlicher Favorit des Jahres ist der Element von Chris Goff, der bei Carl Robertshaw (Kite Related Design) gebaut wird. Dieser Kite verbindet klassische Old-School mit radikalstem Tricks, sodass mir selbst der Yo-Fade-Backspin immer wieder gelingt. Nicht, dass ich diesen Trick fliegen müsste, aber mit dem Element ist es einfach nur geil, zwischen endlosen Sideslides, lange gehaltenen Stalls und tellerflachen Axels solche Irrsinsmoves zu fliegen. Aber seid gewarnt: Er ist nicht einfach zu fliegen, doch wenn man sich auf ihn einlässt, eines der schärfsten Objekte, die den Himmel bunt machen. Kaum ein Drachentag, an dem ich ihn nicht auspacke, da er echt süchtig macht. Hey Chris and Carl, what a whow-kite!
Ähnlich wie der Belusa von Wolkenstürmer wird auch der Infinity von HQ unterschätzt. Michael Koopmann hat mit diesem Kite einen Knaller gebaut, der so geil fliegt, dass ich mir jederzeit vorstellen könnte, ihn im Team einzusetzen. Das heißt aber nicht, dass der Infinity nur präzise wäre. Mit dem Vogel geht so ziemlich alles, was man sich nur wünschen kann. Spielerische Multilazys, Jacob's Ladders taktgenau, Backspins spielend einfach, YoYos rasch und sicher... Was ihm als einziges fehlt, ist eine vernünftige Leichtwindversion, die im fränkischen Binnenland funktioniert. Auf Fanø hingegen war er einer meiner diesjährigen Favoriten.
Bereits für die Ausgabe 1/2010 habe ich einen Drachen getestet, von dem ich nie erwartet hätte, dass er mich so anmacht. Die Rede ist von Michael Tiedtkes Zodiac. Eigentlich ist das ein reiner Old-School-Kite. Aber im Grunde meines Herzens bin ich wohl ein hoffnungsloser Romantiker und Nostalgiker, sodass mir der Zodiac wirklich sehr viel Spaß macht. Space Kites hat mit ihm einen echten Fullsize Kite auf den Markt gebracht, der ruhig fliegt, den Himmel dominiert und jederzeit die totale Souveränität ausstrahlt. Wer die Ruhe sucht, braucht einen Zodiac. :-)
So, das waren meine ganz persönlichen Highlights des Jahres. Es kann sein, dass ich den ein oder anderen heute an Heiligabend vergessen habe. Das ist aber nich böse gemeint. Ich wollte nur - jenseits aller Testerobjektivität - meine "Schätzchen des Jahres" lobend erwähnen. denn unterm Strich war 2009 ein tolles Jahr. Ich wünsche allen Drachenfliegern, allen Drachenbauern und allen Drachenhändlern - kurzum: allen Drachenverrückten - dass 2010 noch toller wird. In diesem Sinne...
Blues Skies!
Paul
P.S.: Die Tests zu den oben genannten Drachen werde ich demnächst hier auf snapstall.de hochladen, damit man auch die Details nachlesen kann.
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